Krankenkasse kündigen


In Deutschland herrscht eine freie Krankenkassenwahl, das heißt, dass jeder Arbeitnehmer seine gesetzliche Krankenkasse selber auswählen kann. Aber auch nur, wenn diese Krankenkasse in dem gleichen Bundesland, in dem der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz oder seine Arbeit hat, geöffnet ist.

Wenn man einen erfolgreichen Krankenkassenwechsel durchführen will, so muss man zunächst einmal eine Kündigung bei der alten Krankenkasse vornehmen. Jedoch kommt es hier häufig zu Problemen, da die Kündigung nicht die neue Krankenkasse übernimmt, sondern man selber eine Kündigung einreichen muss. Am besten schickt man eine Kündigung mit einem sogenannten Rückschein ab oder man gibt seine jeweilige Kündigung bei der nächsten Geschäftsstelle der Krankenkasse ab. Bei fast jeder Krankenkasse gibt es eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende.
Die alte Krankenkasse hat einen Zeitraum von 14 Tagen um dem Arbeitnehmer eine Kündigungsbestätigung auszustellen. Hat der Arbeitnehmer diese bekommen, so sollte man diese mit dem Eintrittsformular rechtzeitig an die neue Krankenkasse senden.

Nach einem erfolgreichen Wechsel ist man für 18 Monate an die neue Krankenkasse gebunden. Des Weiteren gibt es ein Sonderkündigungsrecht, wenn ein erstmaliger Zusatzbeitrag von den Krankenkassen erhoben wird bzw. wenn diese bereits einen Zusatzbeitrag erhoben hat und diesen erhöht. Das gleiche gilt, wenn Mitgliedern ein Teil der Beiträgen zurück erstattet, reduziert oder einstellt. In diesen bestimmten Fällen kann die Sonderkündigung bis zur erstmaligen Einforderung oder der erstmaligen erhöhten Einforderung des Beitrags erfolgen.
Doch auch bei Sonderkündigungen gibt es eine Kündigungsfrist die auch zwei Monate zum Monatsende beträgt. Jedoch braucht der Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag bzw. den erhöhten Zusatzbeitrag nicht zahlen.
Doch sollte man beim Wechsel der Krankenkasse darauf achten, dass wenn man einen Wahltarif abgeschlossen hat, muss man 3 Jahre lang bei seiner Krankenkasse bleiben. Des Weiteren ist in der Zeit eine Kündigung auch durch Sonderkündigung vollkommen ausgeschlossen. Es gibt also dann keiner Möglichkeit seine aktuelle Krankenkasse zu wechseln.

Wenn es zu Problemen mit dem Wechsel der Krankenkasse kommt, so hat man die Möglichkeit Hilfe oder Beschwerden beim Bundesversicherungsamt einzulegen.